Geschichte der Brandbekämpfung in Obertsrot bis zur Gründung der
Feuerwehr
[Geschichte]
[Kommandanten und Abt. Kommandanten der
Feuerwehr in Obertsrot]
Im März anno 1771 wurde für die damaligen Gemeinden
Obertsrot und Hilpertsau in Rastatt eine "kleine" Feuerspritze bestellt.
Am 2. Mai desselben Jahres konnte die Spritze dann mit einem Fuhrwerk in Rastatt
abgeholt werden. Damals waren die Häuser noch mit Schindeln und Stroh gedeckt,
da man dieses zweckmäßiger als Ziegel erachtete. Die Spritze wurde
im Gerichtsgefängnis (erbaut 1785) untergebracht. In den
folgenden Jahren war diese Spritze mehrfach in unserer Gemeinde sowie den umliegenden
Gemeinden im Einsatz, zum Beispiel in Gernsbach (1784/1798/1807)
und sogar in Gaggenau (1786).
1818 beschaffte die Gemeinde 4 Feuerhaken, Leitern und Äxte
sowie eine Feuerfahne die Eigentum der Gemeinde blieben. Des Weiteren waren
in jedem Haus mindestens ein Feuereimer mit Dorfzeichen aufzubewahren. 30 Mann
unseres Dorfes waren bei einem Großbrand in Sulzbach anwesend.
500 Gulden kostete die neue Feuerspritze, die die Gemeinde Obertsrot 1823
beschaffte. Die alte Spritze wurde an Hilpertsau abgegeben.
Ein Gemeinderatsbeschluss vom 9. August 1835 besagte, dass
nachstehende Bürger für die Unterhaltung der Tragebütten, welche
bei vorkommenden Bränden gebraucht werden, ein jeder 24 Kreuzer im Jahr
aus der Gemeindekasse zu erhalten habe. Es waren dies die Bürger: Karl
Götz, Küfer als Obmann, Anton Hasenohr, Vinzenz Hasenohr, Lorenz Hasenohr,
Leonhard Götz, Jakob Schäfer, Georg Hasenohr, Wendelin Welsch und
Josef Götz.
In den folgenden Jahren waren die Feuerwehrspritze bei mehreren Feuern in und
um Obertsrot im Einsatz. Besonders erwähnenswert ist hierbei sicher das
Feuer, dass in Gernsbach nach dem Beschuss preußischer, mecklenburgischer
und pommerscher Truppen ausbrach und 21 Häuser zerstörte.
Im Jahre 1890 kam es schließlich zu einem großen
Feuer in der Hirschau (Kappa), dass zwei Tage wütete. Auf Grund der schlechten
Ausbildung und mangelnder bzw. defekter Löschgeräte kam in der Folge,
vor allem von der örtlichen Industrie, immer wieder der Wunsch zur Sprache
eine eigene Feuerwehr zu gründen.
Diese wurde am 8. September 1893 mit 57 Mitgliedern aus der
Taufe gehoben.
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