Freiwillige Feuerwehr GernsbachKommandanten und Abteilungskommandanten der Abteilung Gernsbach
[Geschichte nach 1957]
[Geschichte vor 1957]
[Historische Fahrzeuge der Feuerwehr Gernsbach]
Josef Zeis, Registrator am Bezirksamt Gernsbach von 1857 bis
1864. Im Januar 1864 wurde er an das Bezirksamt Schwetzingen versetzt. Der unvergessliche
Mitbegründer und erste Kommandant der Gernsbacher Wehr hat stets seine
ganze Persöhnlichkeit für das gemeinsame Ziel der Freiwilligen Feuerwehr
eingesetzt.
Sein Vertreter war Karl Schickhardt.

Josef Zeis
1. Kommandant
1857 - 1864
Engelbert Sonntag, Sohn des Apothekers Sonntag, wurde als
zweiter Kommandant gewählt. Seine Amtszeit währte ein Jahr.
Sein Vertreter war Ernst Fieg.

Engelbert Sonntag jr.
2. Kommandant
1864 - 1865
Karl Schickardt, der Gründungsadjudant wurde am 18. November
1865 zum Kommandanten gewählt; er war bis August 1871 in diesem Amt.
Sein Vertreter war Ernst Fieg.

Karl Schickardt
3. Kommandant
1865 - 1871
Ernst Fieg, der bisherige Vertreter wurde einstimmig zum Nachfolger
gewählt. Er führte die Wehr von 1871 bis 1878. Auf eigenen Wunsch
trat er von seinem Posten zurück.
Sein Vertreter war Johann Trefzer.

Ernst Fieg
4. Kommandant
1871 - 1878
Johann Trefzer, Zimmermeister, wurde am 2. Februar 1878 als
fünfter Kommandant gewählt. Er stand wacker und hochgeachtet vom Jahre
1878 bis 1908 auf seinem Posten. Unter Kommandant Trefzer wurde 1885 das Kornhaus
als "Spritzenhaus" bezogen. Zur besseren Alarmierung der Wehr stiftete
Fabrikant und Murgschiffer C. Kast auf der von ihm im Jahre 1884 geschenkten
Rathausuhr ein "Feuerglöckl", das vom Rathaussaal mittels Zugleine
geläutet werden konnte.
Seine Stellvertreter waren:
Adolf Fischer, Gerbermeister,
Anton Schneider, Küfermeister,
Ludwig Bender, Maurermeister.

Johann Trefzer
5. Kommandant
1878 - 1908
Heinrich Herrmann wurde am 30. September 1908 zum neuen und
sechsten Kommandanten gewählt. Er versah dieses Amt von 1908 bis 1911.
Mitten aus dem vollen Schaffen und dem unermüdlichen Dienst in der Feuerwehr wurde
Heinrich Herrmann vom Tode dahingerafft.
Seine Vertreter waren Karl Langenbach und nach dessem Rücktritt
Carl Brude.

Heinrich Herrmann
6. Kommandant
1908 - 1911
Carl Brude, Hotelbesitzer, wurde der Nachfolger. Er leitete
die Wehr von 1911 bis 1937. Schon die lange Amtzeit zeigt, daß Carl Brude
ein ausgezeichneter Kommandant war, der die Wehr zu einer hervorragenden Leistung
geführt hat und durch technische Verbesserungen der Wehr eine bisher nicht
gekannte Schlagkraft und Einsatzfähigkeit verlieh.
Sein Vertreter war Bauunternehmer Heinrich Dick.

Carl Brude
7. Kommandant
1911 - 1937
Heinrich Herrmann jr. wurde nach dem Tode von Carl Brude zum
Kommandanten gewählt. Er versah dieses Amt von 1937 bis 1945. Unter
Kommandant Herrmann jr. leistete die Wehr während des Krieges viele Einsätze.
Seine Stellvertreter waren bis 1941 Heinrich Dick, von
1941 bis 1945 Karl Kugel, der Kommandant der Werksfeuerwehr
Schoeller & Hoesch war.

Heinrich Herrmann jr.
8. Kommandant
1937 - 1945
Wilhelm Viola wurde 1945 vom kommandierenden General der Besatzungsmacht
zum Kommandanten ernannt und führte die Wehr bis zu seinem Tod im Jahre
1951.

Wilhelm Viola
9. Kommandant
1945 - 1951
Ernst Brude, Hotelbesitzer, wurde im Jahre 1951 zum Kommandanten
gewählt und hat dieses Amt bis 1972 inne gehabt. Unter ihm wurde die Wehr
zu einer modern ausgebildeten und ausgerüsteten Einheit. Durch seinen
Weitblick und sein großes Fachwissen hatte er wesentlichen Anteil
am vorzüglichen Feuerschutz der Stadt Gernsbach. Auch war er an der Planung
des neuen Feuerwehrhauses wesentlich beteiligt. Bereits 1951 wurde er zum
stellvertretenden Kreisbrandmeister ernannt. Von 1972 bis zu seinem Ableben
am 7. 1. 1982 war er Ehrenkommandant der Wehr Gernsbach.
Seine Vertreter waren von 1951 bis 1967 Otto Grötz,
von 1967 - 1972 Manfred Kast.

Ernst Brude
10. Kommandant
15.04.1951 - 18.03.1972
Manfred Kast wurde am 18. März 1972 zum Kommandanten
gewählt, nachdem er bereits seit 1967 stellvertretender Kommandant
war. Unter seiner Führung und durch seine unermüdliche Initiative
sind wohl die bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte der Feuerwehr Gernsbach
zu verzeichnen. Die Ausbildung wurde wesentlich forciert und vertieft. Der Bau
und die Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses in der Joseph-Haas-Straße
war mit sein Verdienst, ebenso wie die Funkalarmierung und Ausrüstung
mit Funksprechgeräten. Die Erstbeschaffung von ELW, TLF 8/12, RW 2, DLK
23/12, sowie mehrerer Fahrzeuge für die einzelnen Abteilungen und deren
Feuerwehrhäuser waren nur durch sein unermüdliches Engagement möglich.
Seit 1972 war er Stützpunktkommandant des Stützpunktes Gernsbach,
zu dem auch die Gemeinden Loffenau und Weisenbach gehörten. Nach dem
Zusammenschluß anläßlich der Gemeindereform wurde M. Kast
am 20. Juni 1976 zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt. Gleichzeitig
erfolgte seine Wahl zum Abteilungskommandanten der Abteilung Gernsbach. Ab dem
1. Januar 1984 war Manfred Kast auch stellvertretender Kreisbrandmeister, ab
1973 war er Schiedsrichterobmann und gehörte als Kommandant dem Kreisfeuerwehrausschuss
an. Diese verantwortungsvollen Ämter beendete er am 31. August 1999 durch
seinen wohlverdienten Feuerwehrruhestand.
Stellvertretende Kommandanten der Gesamtwehr waren Franz Schäfer
und Rolf Schmeiser.
Stellvertretende Abteilungskommandanten waren Franz Geiser
und Otmar Bender.

Manfred Kast
11. Kommandant
18.03.1972 - 31.08.1999
Rolf Schmeiser, bisher stellvertretender Kommandant und Abteilungskommandant
in Staufenberg, wurde im Jahre 2000 zum 12. Kommandanten der Feuerwehr Gernsbach
gewählt. Er gab die Führung der Gesamtwehr aus beruflichen Gründen
2001 ab.
Otmar Bender übernahm die Führung als Abteilungskommandant
der Abteilung Gernsbach am 1. Mai 1999. Er gab die Führung der Abteilung
ebenfalls aus beruflichen Gründen am 31. März 2001 ab.

Rolf Schmeiser
12. Kommandant
01.09.1999 - 31.03.2001
Rüdiger Zimmermann wurde am 3. März 2001 zum Abteilungskommandanten
der Abteilung Gernsbach und am 16. März 2001 zum Kommandanten der Gesamtwehr
gewählt. Am 1. April 2001 trat er seinen Dienst bei der Stadt Gernsbach
und seine Ämter an.
Der gelernte Nachrichtentechniker begann 1987 seine Ausbildung für den
feuerwehrtechnischen Dienst bei der Berufsfeuerwehr Pforzheim, wechselte 1991
an die Landesfeuerwehrschule Baden- Württemberg als Ausbilder und war ab
dem Jahr 2000 Abteilungsleiter bei der hauptamtlichen Feuerwache der Stadt Neu-Ulm.
Seit seinem Amtsantritt hat er sich zur Aufgabe gemacht, die Ausbildung und
Modernisierung der Feuerwehr, die seine Amtsvorgänger begonnen
haben, voranzutreiben. Organisationsplan, neues Fahrzeug- und Gerätekonzept,
optimiertes Finanzmanagement und fachorientierte Ausbildung der
Feuerwehrangehörigen sind nur einige wesentliche Eckpunkte
seiner Zielsetzung.
Aus gesundheitlichen Gründen mußte er seine Ämter
im April 2007 niederlegen.
Stellvertretender Abteilungskommandant war zuerst Hans-Georg
Arnold, danach Volker Steimer.
Stellvertretender Kommandant der Gesamtwehr war Heinz Merkel.

Rüdiger Zimmermann
13. Kommandant
01.04.2001 - 04.2007
Volker Steimer wurde am 24.03.2007 zum Abteilungskommandanten
der Abteilung Gernsbach und am 27.04 2007 zum Kommandanten der Gesamtwehr
gewählt. Am 12.05.2007 trat er seinen Dienst und seine Ämter
bei der Stadt Gernsbach an.
1. Stellvertretender Abteilungskommandant ist Armin Wild.
2. Stellvertretender Abteilungskommandant ist Jens Feil.
Stellvertretender Kommandant der Gesamtwehr ist Heinz Merkel.

Volker Steimer
14. Kommandant
12.05.2007 - heute
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